Die Wersau - einst eine bedeutende Burg!

Noch einigBurgWersau 02 2016e Informationen zu unserem Besuch auf der Burg Wersau. Wenn man heute durch die Landschaft südöstlich von Reillingen fährt, ahnt man nichts von der Burg Wersau, die einst in der Niederung des Kraichbach stand. Die Geschichte der Burg wird seit 2010 vom Reillinger Arbeitskreis Burg Wersau gezielt erforscht.

Dabei erschließen die archäologischen Grabungen sehr viele Einblicke in die Bedeutung und den Nutzen der Burg. Nach dem wir erste Kontakte mit den dortigen Wersauer geknüpft haben und die Wersau schon einmal in Augenschein nehmen durften, werden die geschichtlichen Erkenntnisse auch interessant für uns.

Man geht heute davon aus, dass die Wersau zu ihrer Blütezeit eine stattliche Burg mit Ringmauer, einem Palas, wahrscheinlich vier großen Türmen und zahlreichen weiteren Gebäuden war. Mit Vorburg, Mühle, Kapelle und Schafhof gehörten etwa 24 weitere Gebäude  zu dieser Anlage. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde die Anlage 1689 zerstört. Danach diente die Burg als Steinbruch für umliegende Baumaßnahmen. Die Existenz der Burg Wersau ist seit 1155 belegt, sie dürfte jedoch um einiges älter und ehemaliger Königsbesitz gewesen sein. Die Burg wurde 1622 und 1689 zerstört. Die Mühle der Burg ist von 1596 an belegt.

Dass die Burg eine besondere Bedeutung gehabt haben muss, ist unter anderem auch daran zu erkennen, dass die päpstliche Bulle zur Gründung der Universität Heidelberg nicht in der Stadt am Neckar, sondern von den Gesandten des Papstes Urban VI. auf der Burg Wersau übereicht wurde.

Zur Verwaltung der Burg wurde ein Ministerialengeschlecht eingesetzt. Die Schenken von Wersau. Erster von ihnen wurde bereits um 1155 ein Dietrich als Schenk des Hochstifts noch ohne den Bezug zur Burg Wersau genannt. 1198 wird Eberhard, der Sohn des Schenken von Hockenheim erwähnt. Erst ab 1236 gab es dann einen Schenk von Wersau. Fortan werden die Schenken in den Urkunden immer unter dem Namen ihrer Burg genannt und galten als Speyerer Dienstleute. Im Jahr 1286 verkaufte Eberhard von Wersau seine Hälfte der Burg an den Bischof von Speyer. Da dieser das Geld nicht zur Verfügung hatte, gab er seinen Erwerb als Pfand an den Pfalzgrafen Ludwig II. weiter. Der Pfalzgraf besaß bereits die andere Hälfte der Burg Wersau. Diese Burghälfte erwarb er von Markward von Annweiler und den Brüdern von Erligheim. Da wiederum waren alles Verwandte der Schenken von Wersau. Als Zubehör zur Burganlage wurden auch die Dörfer Reilingen und Hockenheim genannt.BurgWersau 01 2016

Bei einem Besuch Reilinger Heimatforscher im Juni diesen Jahres fanden wir Steinmetzzeichen in Sandsteinquadern an unserem Kirchturm die identisch sind, mit den Steinmetzzeichen auf Sandsteinen der Burg Wersau. Diese Tatsache gibt nun viel Raum für Spekulationen.


Ein Gegenbesuch des Arbeitskreises Burg Wersau könnte noch in diesem Jahr stattfinden, was ein spannender Herbst werden könnte. Die hier aufgeführten Forschungsergebnisse stammen ausschließlich vom Arbeitskreis Burg Wersau.


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